Chronik

2020:

Der Verein führt unter der Regie von Bernhard Kühn sein 20. Schweinepreisschießen mit 226 Teilnehmern durch. Wieder ein voller Erfolg. Im Februar schwappt Covid 19 von China auf Europa über und lähmt durch einen Lockdown im März beginnend sämtliches Privat- und Vereinsleben. Das Schützenhaus wird geschlossen. Der Sommer bringt zwar Entspannung, die Infektionszahlen lassen jedoch kein Schützenfest zu. Mitte September führt der Verein ein abgemagertes Königsschießen mit Haxenessen und Proklamation der Könige am 24. Oktober durch. König Dietmar Hölscher, Königin Ingrid Biegel, Volkskönig Lutz Strobach. Am 01.11. beginnt der nächste Lockdown, zunächst nur für November.

2019:

Nach einem äußerst erfolgreichen Schweinepreisschießen im Februar feiert der Verein im Juli sein 150-jähriges Bestehen. Der Vorstand erstellt im Vorfeld, mit maßgeblicher Unterstützung durch das Mitglied Andreas Thurm, eine umfangreiche Festschrift. Nach einem Kommers am Freitag mit Jagdhornbläsern, einem historischen Rückblick durch Alexander Biegel, erfolgt die Begrüßung der Ehrengäste durch Vorsitzenden Lutz Strobach und deren Grußworte. Als Ehrengäste erschienen sind Bürgermeister Michael Kahl mit den Vertretern des Rates, Andrea Sefkow, Felicitas Glitz, Carola Trussner, Jörg Singelmann und Lutz Hagemeister, die Mitglieder des Landtages Dunja Kreiser und Marcus Bosse, als Vertreter der Landrätin Uwe Schäfer. Als Vertreter der Sportverbände sind der Präsident des niedersächsischen Sportschützenverbandes, Axel Rott, Vorsitzender des Kreisschützenverbandes, Bernfried Keye, Kreissportleiter Werner Sperr, Vorsitzende des Unterkreises 3, Andrea Sefkow und Vorsitzender des Kreissportbundes Konrad Gramatte erschienen. Vertreter der Kirche sind die Pfarrer Stefanie Röber und Martin Cachej. Des Weiteren konnte der Vorsitzende Vertreter befreundeter Vereine begrüßen, wie Angela Hagemeister aus Kneitlingen, Heike Osarka aus Sambleben, Hilmar Kollrodt, Silke Trende und Karl-Heinz Stabenau  aus Schöppenstedt, Dörte Rodde aus Winnigstedt, Barbara Springstubbe aus Watzum, Sigrid Möhrig aus Warle, Frank Pape aus Hornburg, Gabriela Skottki aus Bornum, Ulli Werner aus Kissenbrück und Peer Narup vom Verein unabhängiger Treiber aus Hedeper. Als Mitglied des Kreistages und ehemalige Samtgemeindebürgermeisterin erschien Ruth Naumann, des Weiteren Ehrenmitglied Werner Scholz, Brandmeister Gerald Blümer  und als ehemaliges Mitglied und Königin aus 1972, Frau Kassel aus Gifhorn. Als Vertreter der Presse berichtete Joachim Rosenthal zeitnah und umfangreich sowohl über den Kommers als auch die übrigen Festivitäten. Es folgt die feierliche Kaiserkrönung durch die Entpflichtung von Hans-Joachim Hedrich und Übergabe der Kaiserkette für die nächsten 5 Jahre an Peter Schindler. Das Ganze unter Fackelschein und mit der musikalischen Begleitung einer Serenade durch den Dahlumer Posaunenchor auf der Schützenwiese.

Am Samstag endet der spätnachmittägliche Umzug mit zahlreichen Gastvereinen in Begleitung des Spielmannszuges der Schützenbrüderschaft Horrido aus Salzgitter auf dem Gutshof. Nach Preis- und Pokal- sowie der  Verleihung der Fahnenbänder an die Vereine beginnt in der Wolf-Kahl´schen Festscheune bei freiem Eintritt ein gut besuchter Tanzabend mit den Lessingstädter Musikanten. Ab Mitternacht unterhält DJ Ralf bis tief in die Nacht.

Sonntag hält Pfarrer Martin Cachej die traditionelle Andacht auf dem Schützenplatz. Es folgt ein zahlenmäßig unerwartet starkes Frühstück in der Festscheune, so stark, dass Essen nachgeordert werden muss. Zur Unterhaltung spielen die Original Fallsteinmusikanten. Um 1300 Uhr führt der stimmlich angeschlagene Vorsitzende unter den Schüssen der Wolfenbütteler Böllerschützen die Proklamation der neuen Könige durch.  Es sind: König Vincent Kühn, Königin Aneta Rydzewsky, Volkskönig Jörg Borchers und Jugendkönig Manuel Schindler.

Ein weiterer Höhepunkt des Jubiläumsjahres wird die kombinierte Veranstaltung Königsball/Oktoberfest am 19. Oktober, nicht zu vergessen das gut besuchte Weihnachtsschießen mit zahlreichen Preisen und kalt-warmem Buffett von Albert Bossenberger am 21. Dezember.

2018:

Ein fast ganz normales Jahr mit Schweinepreisschießen im Januar/Februar, Osterschießen im März, Schützenfest, Vergleichsschießen mit Tell Mörse im August, Königsball im Oktober und Weihnachtspreisschießen im Dezember. Zahlreich sind die im Vorfeld zu treffenden Maßnahmen und die damit im Zusammenhang stehenden Sitzungen des Festkomitees.

 2016:

Der Verein baut auf dem Schützenhausvorplatz eine Blockhütte. Sie dient mehreren Zwecken:

  1. Der Lagerung von Mobiliar des Schützenhauses für Feiern.
  2. Der Nutzung als Imbissstand oder Sektbar bei Schützenfesten
  3. Der Bereitstellung und Ausgabe von Preisen bei Schweinepreisschießen

 2013:

Der Verein führt sein nunmehr 18. Schweinepreisschießen in Folge mit 230 Teilnehmern durch. Die Preisverteilung, 1. Preis: 600,- Euro, feiern ca. 50 Feuerwehrleute und Gäste im Feuerwehr- haus, 170 Gäste im Schützenhaus.

Der im Schießwesen äußerst aktive Verein, der in diesem Jahr über 118 Mitglieder verfügt, verabschiedet sich von der Scheibenzuganlage und baut eine moderne elektronische Schießanlage ein. Die Finanzierung erfolgt über Zuschüsse vom Landessportbund, der Sportförderung des Landkreises und Spenden von Mitgliedern und Sponsoren. Der Aus- und Umbau des Schützenhauses erfolgt zur Drosselung der Kosten in Eigenarbeit unter der Leitung von Lutz Strobach.

 2012:

Eine Mannschaft des Vereins mit Bernhard Kühn, Lutz Strobach und Friedrich-Wilhelm Garbe nimmt mit dem Luftgewehr an den deutschen Meisterschaften in Dortmund teil.

2011:

Der Verein überdacht den Eingangsbereich.

2006:

Die stark lädierte zweite Fahne wird durch eine neue ersetzt. Diese wird durch die Firma Wawra in Vienenburg gestickt und kostet mit Zubehör 2.200,- Euro.

Die feierliche Fahnenweihe mit einer Serenade bei Fackelschein nimmt der Vorsitzende des Kreisschützenbundes, Bernfried Keye, vor. Im Zuge der Weihe tragen ein Chor und ein Blasorchester Kompositionen des Ampleber Chronisten und Musikers Horst Bartels vor. Dies sind: Eine zu diesem Zweck komponierte Fanfare und die Gesangsstücke, Ampleber Schützenmarsch, Heimwerkersong und Schelm vom Elm.

1999:

Ampleben wird 800 Jahre, der Schützenverein 130 Jahre alt. Zu diesem Jubiläum wird das neu errichtete Schützenhaus beim Schützenfest vom 04. bis 11. Juli erstmals genutzt.

1994:

Der Verein feiert vom 08. bis 10. Juli sein 125-jähriges Jubiläum.

1988:

Bereits nach knapp 10 Jahren muss die neue Fahne für 1.650,- DM restauriert werden. Hierfür werden Spendengelder der Freiwilligen Feuerwehr und der Gemeinde eingesetzt.

1977:

Die Schützenfrauen dürfen erstmals an einem getrennten Tisch das Schützenfrühstück im Saal mit einnehmen

1976:

Der Petersilienverein feiert 25-jährigs Bestehen. Die Frauen dürfen eine Petersilienkönigin ausschießen.

1969:

Zum 100-jährigen Bestehen wird die Anschaffung einer neuen Fahne beschlossen. Für die Fahne gehen 2.045,- DM an Spenden ein. Die Kosten der Fahne betragen 1.086,- DM. Die Fahnenweihe zum hundertjährigen Bestehen führt der Vorsitzende des Kreisschützenbundes, Günther Stern, durch.

1953:

Mit Aufhebung des Waffenverbots durch die Britische Militärregierung beginnt der Verein im Saal des Gasthauses Schulze mit Luftgewehren auf Kugelfänge zu schießen. Dies wird kurze Zeit später aus Sicherheitsgründen untersagt. Mit Genehmigung des Wirtes Fritz Schulze errichtet der Verein einen Schießstand als Anbau zum Saal. Zwischenzeitlich stellt Schulze seinen Kaffeegarten zum Schießen zur Verfügung.

1906:

Der Verein baut den Schießtand in der Mulde am Brunnenhäuschen mit Bahnschwellen aus und führt dort seine Schießübungen bis 1939 aus. Mit Kriegsbeginn wird das Schießen eingestellt.

1902:

Am 02.10. führt der Verein das erste Schweinepreisschießen durch.

1886:

Der Schützenverein nimmt einen Kredit in Höhe von 600,-  Mark auf und errichtet ein Festzelt mit Fußboden und Holzdach.

1869

In der ersten Satzung heißt es im §1:

„Unter dem Namen Schützenverein hat sich am 01. Juni 1869 auf Grund dieser Statuten hier ein Verein gebildet, welcher den Zweck verfolgen wird, durch öftere Übungen im Büchsenschießen die Mitglieder zu tüchtigen Schützen heranzubilden und zu erhalten und durch ein alljährlich abzuhaltendes Fest die besten Schützen durch Prämien auszuzeichnen, auch durch diese Festlichkeit ein Volksfest zu gründen.“

Gründer des Vereins waren die „fünf Heinriche“, Heinrich Balhorn, Heinrich Homann, Heinrich Heisecke, Heinrich Niebuhr und Heinrich Schmidt. Heinrich Schmidt war erster Vorsitzender. Der Verein bestand im Gründungsjahr aus 44 Mitgliedern.

Im § 14 der Satzung heißt es:

„Gewünscht wird, dass ein jedes Mitglied sich am Festzug beteilige; gezwungen sind diejenigen Mitglieder, die das vierzigste Lebensjahr noch nicht erreicht, sowohl zu allen Aus- und Einzügen als auch zu den vom Vorstande anzuordnenden Exerzierübungen.“

Berücksichtigt man das politische Umfeld dieser Zeit, wird deutlich, dass die Gründung von Schützenvereinen zur „vormilitärischen Erziehung“ gewünscht ist. Preußen hat den Krieg von 1866 gegen Österreich hinter sich und bereitet sich auf einen Krieg gegen Frankreich vor. Mit ihm das im Norddeutschen Bund verbündete Herzogtum Braunschweig. 1870/1871 kommt es schließlich zum Deutsch-Französischen Krieg.

Bismarck einigt nach dem Sieg über die Franzosen das Reich. Der preußische König Wilhelm der Erste wird deutscher Kaiser. Einigkeits- und Vaterlandsgedanke gewinnen an Wert. So besinnt sich auch der Schützenverein auf ideelle Werte Er führt eine Sammlung zum Erwerb einer Vereinsfahne durch. Den Auftrag erhält die Firma Wollmann in Braunschweig. Die Kosten belaufen sich auf 48 Taler. Die Grundfarben sind die Grundfarben des Herzogtums Braunschweig: Blau und gelb.

Festordnung:

Die Aufstellung des Schützenkorps zum Hinausmarsche findet am ersten Tage des Königsschießens nach beendetem Gottesdienste am zweiten Tage Morgens 8 Uhr auf einem zu bestimmenden Platze statt.

An jedem Abend der Königsschützentage zieht das Schützenkorps auf gleiche Weise wie beim Ausmarsche, vom Schützenplatze hinein.